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Der Ebro Fluss

Wir werden in diesen Artikel eine Reise flussaufwärts unternehmen. Unser Ausgangspunkt ist der Flix See und das Ziel unsere Flussfahrt wird die Gegend von Escatron sein. Unsere Reise führt uns an den berühmten Ribarroja See und an andere weniger bekannte aber nicht minder interessante Stellen. Einige von diesen Stellen sind praktisch unberührt und reich an Fischfang.

Flix

Vom Delta flussaufwärts in Richtung Landesinnere ist der erste See der von Flix. Er liegt genau unterhalb vom Ribarroja-See. Flix ist der älteste See und wurde im Jahr 1948 fertiggestellt. Seine Wassermassen betragen nur 11 hm3 und seine Oberfläche 320 ha . Dieser See ist viel eher bekannt geworden wegen seiner Riesenkarpfen als der von Ribarroja. In den Achzigerjahren wurden hier schon Exemplare von bedeutender Grösse gefangen, einige über 20 kg . Heut zu Tage ist er fast in Vergessenheit geraten, aber die grossen Karpfen sind immer noch dort. Im Flix See gibt es eine Unmenge kleiner Karpfen, deshalb gab es auch viele Wettbewerbe von Englisch Angeln und Cup. Im Moment werden diese Veranstaltungen dort nicht mehr abgehalten, da die Fische zu gross wurden. Mit einer so leichten Ausrüstung gingen die Montagen und sogar die Ruten zu oft zu Bruch. Bei den Wettbewerben wurden viele Karpfen von 6 bis 8 kg gefangen, sogar bis zu 12 kg . Der See hat nur eine geringe Tiefe, die tiefsten und besten Stellen um grosse Cyprinden zu fangen sind in der Nähe der beiden Staumauern.

Ribarroja

 

Oberhalb des Flix See befindet sich der bekannte Ribarroja See, die Mekka des Carpfishing und auch des Wallerangelns. Seine Wassermassen betragen 210 hm3 und seine Oberfläche 2152 ha . Es ist auch der am meisten beangelte See. Viele Wallerangler nutzen die weniger betriebsamen Tagesstunden um Karpfen zu angeln. Deshalb ist es auch die bekannteste Gegend und auch die, wo die meisten grossen Exemplare gefangen wurden. Zweifelsohne ist es ein wunderbarer See für Karpfenangler, aber man sollte deshalb nicht denken, das einige weniger bekannte Seen dehalb schlechter seien.

 

 

Der Karpfen

Im Ribarroja See ist die am meisten vertrene Art der Schuppen Karpfen. Sein Aussehen ist von seiner länglicheren Körperform geprägt. Er ist meistens silberfarbig und hat sehr ausgeprägte Flossen, was für fast alle in Flüssen lebenden Karpfen typisch ist. Sein Körper hat sich an diesem Lebensraum mit starken Strömungen angepasst.Sie erreichen beachtliche Grössen, dieses Jahr und letztes wurden viele fänge zwischen 18 und 20kg gemacht. Es wurden vorher schon grössere Exemplare gesehen und aus einer verlässlichen Quelle wissen wir, dass es ein Spanischer Angler im Jahre 2002 einen Schuppenkarpfen von 23 kg mit Leber geangelt hat. Am 20 Februar 2005 ist der Offiziele Rekord entgültig gefallen, ein Spanischer Angler fang eiene mächtigen Schuppenkarpfen von 28.5kg der 110cm lang war. In den letzten Jahren scheint es, als ob die durchschnittliche Grösse sehr schnell zunimmt. Bis noch vor zwei Jahren war es ungewöhnlich, dort Karpfen über 17 kg zu angeln. Heutzutage werden Karpfen dieser Grösse relativ häufig geangelt, bis zur grenze von 20 kg . Um uns auf das letzte Jahr 2004 zu beschränken, es wurden mehrere Exemplare von über 20 kg geangelt, unter anderen einer von 20,5 kg in Dezember von unserem Webcarp - Teamkollegen Raul Lopez. Dieses Jahr konnte für mich auch nicht besser beginen, in Januar brach ich meinen Persöhnlichen Rekord mit einen wunderschöhnen und langen Schuppenkarpfen mit 20.8kg (101cm). Ein Monat später, habe ich zum zweiten mahl meinen Rekord geschlagen, mit einen prächtigen Schuppenkarpfen von 21.6kg(98cm). Dieses schnelle Wachstum kann ganz unterschiedliche Gründe haben. Einer davon wäre, dass durch den grossen Welsbestand die Anzahl an kleinen Karpfen verringert wurde. Das Verschwinden der vielen kleinen Exemplare hat zur Folge, dass der Restbestand über mehr Nahrung verfügt und das beeinflusst deren Wachstum günstig. Ein anderer plausibler Grund wäre die Einsetzung der Zebramuschel und seine schnelle Verbreitung. Auch wenn sie für das gesamte Ökosystem schädlich ist, stellt sie doch für die Karpfen eine wichtige Nahrungsquelle dar. Der Bestand an Spiegelkarpfen ist sehr gering, weniger als 2% und deren Grösse ist ebenfalls nicht sehr erwähnenswert. Soweit uns bekannt ist, mit der Ausnahme von einen Spiegelkarpfen von 16 kg der diesen Winter geangelt wurde, ist es selten das diese Exemplare mehr als 12 kg auf die Waage bringen. Es gibt jedoch noch eine Karpfenart, den Schwarzen Karpfen. Diese Art erreicht keine besonderen Grössen, das grösste Exemplar das bis zum heutigen Tag gefangen wurde wog 15 kg . Was ihnen an Grösse fehlt gleichen sie allerdings durch eisernen Kampfgeist wieder aus.

Die Köder

Wir sind der Meinung, Ribarroja ist ein „schneller See“. Was heisst das konkret? Also das heisst, dass man die Wirkung des Anfütterns sehr schnell merkt. Es gibt viele Karpfenbewegungen aufgrund der grossen Karpfenbevölkerung in deisem Gewässer und die Anfütterungsstellen werden schnell gefunden (und leergefressen). Die Karpfen nehmen praktisch jedes Futter an, sowohl auf Partikeln, Boilies oder Frolic! An diesem See angeln seit vielen Jahren Franzosen und Deutsche die Frolic zum Anfüttern verwenden. Die Karpfen kennen dieses Futter nur allzu gut und sprechen sehr gut darauf an. Trotzdem ist der Köder Nr. 1 nach wie vor der Boilie. Viele ausländische Anglerteams die bekannte Boiliemarken vertreten kommen an diesen See um die letzten Neuheiten auszuprobieren und neue Boilies auf den Punkt zu bringen. Darum sind die Karpfen dieses Sees wahrhaftige Feinschmecker, denn sie werden mit qualitativ hochwertigen Boilies verwöhnt. Deshalb raten wir, keine Zeit mit billigen Boilies zu verlieren, denn diese Karpfen wissen sehrwohl was gut ist.......... Welcher Geschmack oder welches Aroma bevorzugen sie? Das ist nicht der ausschlaggebende Punkt. Das wirklich Wichtige in Ribarroja ist die Qualität der Bestandteile und nicht wonach es schmeckt oder riecht.

Der Grund

Der Grund des Sees besteht zum grössten Teil aus Schlamm, auch wenn die Ufer ziemlich steinig sind. Flussaufwärts in Richtung Mündung des Segre Flusses finden wir teilweise auch sandigen Grund vor. Aber generell ist der Grund auf den wir angeln schlammig. Die Tiefe ist ganz unterschiedlich, je nach dem an welchen Teil des Flusses wir uns befinden. Ribarroja hat vier Zuflüsse. Auf der einen Seite ist der eigentliche Flusslauf der aus dem Mequinenza See kommt. Auf dieser Strecke wird progressiv immer tiefer je näher wir der Staumauer von Ribarroja kommen. Auf der letzten Teilstrecke haben die Ufer eine ganz eigene Beschaffenheit. Dort sind stufenförmige Plateaus die Unterschiede von vielen Metern haben. Wir können 9 m vom Ufer entfernt eine Tiefe von 5 m haben und ein bisschen weiter können es sofort 15 m sein ohne dass wir über 30 m weit vom Ufer geworfen haben. In der Ortschaft Mequinenza gibt es zwei Zuflüsse: den Segre und den Cinca. Auf dieser Teilstrecke gibt es nur geringe Tiefen und diese bleiben konstant.

Die Vegetation

Viele Teile der Ufer sind von Schilf bewachsen. An einigen etwas steinigeren Stellen gibt es nur wenige Angelplätze. Das kann insofern ein Problem sein, als dass bei einem Anbiss und dann beim Drill der Karpfen höchstwahrscheinlich versucht in die rechts oder links gelegenen Schilfinseln zu flüchten und wir somit riskieren, den Fisch zu verlieren. Der Grund hat auch seine Problematiken, weil es dort teilweise viele fadenförmige Algen gibt. Es gibt sie deshalb weil das Wasser reich an organischen Rückständen ist und das kommt wiederum von der eutrofizacion. Weiters gibte es noch Gräser wie das renoncules, myriophiles und potamots . Ganz deutlich vom Ufer aus sieht man wie sich diese Gewächse mit der Strömung des Wassers bewegen. Die Karpfen bewegen sich zwischen den Algen und und manchmal lassen sie ihre Buckel an der Oberfläche sehen. Das lässt uns die Aktivität der Karpfen und die Grösse unsere zukünfig Fänge erahnen.

Das Wasser

Der Wasserstand dieses Sees schwankt sehr oft und sehr schnell, sodass es Unterschiede bis zu über 1,5 m geben kann. Der See hat ziemlich viel Strömung, vor allem auf der Strecke wo der Segre und der Cinca einmündet. Das Wasser ist okkerfarben. Flussaufwärts bei der Einmündung des Segre kommt das Wasser viel klarer herein, aber je weiter wir flussabwärts kommen, sorgen der Schlamm und die starke Strömung die den Grund stark aufwühlt für die charakteristische Braunfärbung und Trübung des Wassers. Dazu trägt auch der Cinca bei, der die Ufer langsam abträgt und bewirkt damit das der See jedes Jahr an Tiefe verliert, denn am Grund sammelt sich das abgetragene Sediment wieder an. Nur ein grosses Wachstum der Wassermassen könnten den Grund reinigen, und so ihm wieder zu mehr Tiefe verhelfen.

Praktische Tips und Hinweise

Es ist nicht unbedingt notwendig sehr weit zu werfen um gute Ergebnisse zu erzielen. Man kann gut auf 40 m vom Ufer angeln und somit ist das Anfüttern auch einfacher. Auf diese Entfernung kann man mit jeder Schleuder die Partikeln, ground bait mixes und boilies etc. werfen. verwenden. Nachdem wir wissen, dass der Grund prinzipiel aus Schlamm ist, wäre das logische Pop-up Boilies zu verwenden, aber wir raten allerdings davon ab. Nach den Erfahrungen die wir an diesem See gemacht haben sind wir zum Schluss gekommen, dass die normalen Boilies auf Grund am besten funktionieren. Wir glauben, dass gerade die Bodenbeschaffenheit der Grund dafür ist. Die Karpfen durchwühlen mit ihrem Rüssel den Schlamm und suchen darin versunkene Nahrung. Deshalb finden sie darin versunkene oder leicht eingesunkenen Boilies eher. Ein kleines Schlauchboot kann sehr hilfreich sein. Falls ihr an einer Stelle angelt, die von Schilfinseln umgeben ist, und sich der Karpfen darin verfängt, ist es eine unschätzbare Hilfe und wahrscheinlich die einzige Möglichkeit um den Drill erfolgreich zu beenden. Was wir zuvor bereits vom See erzählt haben, wir sollten uns für eine ganz bestimmte Art von Boilies entscheiden. Wir lassen die Boilies mit den Grundzutaten Früchte und Körner beiseite und auch diejenigen die Gewürze enthalten. Wir haben sehr gute Ergebnisse erzielt mit Fisch Boilies von Monster Pursuit (Nash) und mit süssen Boilies Scopex Suqid Liver (Nash). In der Jahreszeit in der unser Treffen stattfindet nimmt die Aktivität der Krebse stark ab, sodass wir uns nicht übermässig um unsere Montagen oder speziellen Tricks gegen diese Schalentiere kümmern müssen. An einigen Stellen gibt es sehr viele Bäume unter Wasser. Man sollte immer bereit und in der Nähe der Angeln sein, denn wenn der Karpfen erstmal die Rolle abspult kann man im Nu eine verhedderte Linie haben.

Granja de Escarpe

Kurz vor der Ortschaft Granja de Escarpe vereinigen sich die Flüsse Segre und Cinca. Diese Stelle ist nicht sehr tief und hat sehr viel Vegetation mit vielen Schilfinseln.Im Frühling ist die Stelle sehr gut, denn die grossen Karpfen und Waller kommen hierher zum Laichen.

Der Fluss Mataraña

Zuletzt haben wir da noch den Arm der vom Fluss Matarraña kommt, dessen Wasser heutzutage das ehemalige Dorf Fayon überschwemmt hat, von dem nur noch die Spitze des Kirchturms zu sehen ist. In diesem Tal nimmt das Gewässer auch kontinuierlich zu, je näher wir dem Flussbett des Ebros kommen. Aber den Matarrañas flussaufwärts auf der linken Seite des Sees ist das Becken sehr sanft und nicht sehr tief. Die interssantesten Plätze sind dort, wo er in den Ebro einmündet. Dort gibt es reichlich Karpfen und Mittelmeerbarben, es wurden dort einige Karpfen bis zu 16 kg geangelt. Die günstigste Jahreszeit um hier gute Ergebnisse zu haben, ist der Frühling.

MEQUINZA

Der Mequinenza See, oder auch das Meer von Aragon genannt, ist von allen der Grösste. Er wurde im Jahr 1966 eingeweiht und hat ein Fassungsvermögen von 1534 hm3 und eine Oberfläche von 7720 ha . Seine Staumauer ist Oberhalb des Ribarroja Stausees, von derselben bis zum Dorf von Caspe sind es fast ausschliesslich steil abfallende Wände und grosse Arme. In dieser Gegend ist das Wasser sehr tief und sauber. Die Gegend ist eher für das Angeln auf Zander und Waller geeignet, aber für das Karpfenangeln nicht so ideal. Die grössten Exemplare die dort geangelt wurden wahren selten schwerer als 12 kg . Ab der Ortschaft Caspe ändert sich die Situation. Dort wird es weniger tief und es gibt einige grössere Strände und der Grund ist von ausreichend Vegetation bewachsen. Wenn der Wasserstand hoch ist, ist es eine sehr gute Stelle um im Frühling dort zu angeln und man kann ohneweiters Exemplare von 12 bis 15 kg fangen.

Escatron - Chiprana

Die Ortschaft Escatron liegt genau an den ende des Stausees von Mequinenza. Um nach Escatron zu gelangen, muss man von Mequinenza aus die Bezirkstrasse C211 nehmen. Escatron ist ein unbekannter und ursprünglich belassener Teil des Flusses und an seinen Ufern gibt es üppige Vegetation. Sein Wasser ist trüb und der Fluss bildet grosse Meander mit grossen Buchten. Es gibt auch viele kleine Buchten und tiefe Gräben die grosse Geheimnisse beherbergen. Je mehr wir uns der Ortschaft Chiprana nähern umso weniger wird die Vegetation und karger die Landschaft. Der Fluss fliesst hier auch langsamer. An diesem Teilstück finden wir breite Strände vor mit schlammigen Grund und felsige Zonen mit tiefen Gräben. Diese Gegend wird eigentlich sehr wenig beangelt. Die wenigen Male, die wir in dieser Gegend geangelt haben, waren die Ergebnisse immer ausserordentlich mit vielen Exemplaren von 15 kg und einigen sogar bis zu 17 kg .

Unterkunft :

Für all jene die einen unvergesslichen Angelurlaub verbringen möchten, befindet sich direkt am Ufer des Ribarroja See das „Bavarian Guiding Service“. Im Bavarian arbeitet eine Gruppe von sehr erfahrenen Angel Guids die das gesamte Gebiet sehr gut kennen. Mit ihnen ist die Wahrscheinlichkeit auf Erfolg viel höher als mit anderen Guids und natürlich auch als wenn man alleine loszieht. Bavarian stellt seinen Kunden die ganze Angelausrüstung zur Verfügung und sie sind die einzigen die viele qualitativ hochwertige Boote zu vermieten haben. Sie sind auf verschiedene Arten von Angeln spezialisiert, im besonderen aber auf Waller und Zander. Abgesehen vom Angelservice stellen sie den Anglern auch einen Campingplatz, bestehend aus 8 Holzhäuschen zur Verfügung. Alle sind sie sehr konfortabel eingerichtet und haben Heizung. Ausserdem gibt es noch einige Ferienwohnungen. Der Campingplatz bietet weiters: Duschen, Küche, Abwaschmöglichkeit, etc... Alle Einrichtungen funktionieren tadellos aber das was unbezahlbar ist und am meisten heraussticht ist das gute, freundliche und familiäre Ambiente das dir das ganze Team von Bavarian anbietet. Für weitere Informationen wenden sie sich bitte an:

Bavarian Guiding Service S.L.

Tel : 00 34 974 465 032

Fax : 00 34 974 465 403

E-mail : info @ bavarian-guiding-service.de

Web : www.bavarian-guiding-service.de

Angelscheine:

Aragón : Catalonien:

Medio ambiente Medio ambiente

Tel : 974 47 42 25 Tel: 973 28 95 97

Fax : 974 47 42 26 Fax: 973 26 96 77

C./ San Quintin, 1-3 C./ Academia, 14

22520 Fraga 75002 Lerida

 

 

 

Mehr Information zu den Thema finden Sie im CarpMirror Nº 3/2005