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Karpfenangeln im Mittelmeer Raum

Ich habe das Glück gehabt über 30 Jahre am Mittelmeer zu leben, und ich kann nur sagen, dass es für mich keinen schöneren Platzt zum Leben gibt. Weisse Stände, ein glasklares Meer, Palmen, Oleander, Bouganvillas, Orangenbaüme, gutes Essen (Ursprung der Paella) und ein sehr mildes Klima. Die Hauptstadt des Bundeslandes ist die Hafenstadt Valencia mit etwa 1 Million Einwohnern, eine schöne Stadt und Austragungsort des nächsten America's Cup 2007. Die Küste ist seit langer Zeit ein turistisches Ziel für viele Europäer, zur Zeit für über zwei millonen Personen pro Jahr. Die Pprovinz hat ausserdem eine feste Bevölkerung von etwa 50.000 Ausländern, fast alle Deutsche und Engländer, die Strand und mildes Klima im Winter suchen. Das Mittelmeer hat viele interessante Fischarten, wie zum Beispiel die Tunfische denen ich auch ab und zu gerne etwas Zeit widme. Im Süsswasser kann mann eine Vielzahl von interesanten Fischen angeln, wie zum Beispiel den Schwarzen Barsch, Aal, Hecht oder Zander. Fünf Kilometer entfernt von meinem Wohnort, befindet sich der Albufera See. Es ist ein grosser und flacher See, mit einer Mischung aus Süss- und Salzwasser. Es wäre der ideale Platz um Carpfishing zu praktizieren, wenn er nicht schon seit über 300 Jahre gewerblich mit Netzen beangelt würde. Bei uns interessiert sich kaum einer für Karpfen, die meisten werden getötet und zerstückelt um sie als Köder für den Aal oder Krebse zu benutzen. Wegen dieser intensiven Verfolgung habe die Karpfen keine Chance zu wachsen. Valencia wäre für mich der ideale Platz zum Leben, wenn meine grosse Leidenschaft nicht das Carpfishing wäre. Ist doch wirklich Pech, dass es in meiner Gegend keine grosse Karpfen gibt! Oder besser gesagt….das ist was ich lange Zeit gedacht habe. Mein Anfang 1995 als Karpfenangler war sehr schwierig, man kriegte hier kaum Information und die Schwierigkeit der Seen meiner Region haben mich fast zum Aufgeben gebracht. Nach ganzen zwei Jahren Angelsport hatte ich es nur geschafft ein Karpfen von 8.5kg zu angeln. Müde von so vielen Enttäuschungen, entschied ich nicht weiter in Valencia zu angeln und mein Glück in anderen Provinzen zu versuchen. So hatte ich also sechs Jahre lang immer nur in anderen Provinzen geangelt und sogar ab und zu mal im Ausland. Endlich im Jahre 2003 nachdem ich genügend Erfahrungen gesammelt hatte, endschied ich, es wieder einmal in meiner Region zu versuchen. Sofort habe ich den Feher bemerkt, den ich vor Jahren begangen habe. Ich hatte die Theorie mit der Praxis verwechselt! Ehrlich gesagt kann mann es nicht als Fehler bezeichnen, eher als Mangel an Erfahrung und der Versuch die allgemeinen Regeln des Carpfishing anzuwenden wo sie schlichtweg nicht verwendbar sind. In der ganzen Mittelmeergegend ist das grundsätzliche Problem die Überbevölkerung der kleinen Karpfen, die es den Grossen unmöglich machen an den Köder zu kommen. Wegen des milden Klimas vermehren sich die Karpfen hier sogar mehrere male im Jahr. In fast jedem Fluss oder See gibt es abertausende von kleinen Karpfen, wenn mann sie von einer Staumauer aus beobachtet bilden sie riesige schwarze Flecken. Mit zwei Ruten und einem Boilie von 20mm habe ich es geschafft in einer Stunde 18 Karpfen von 0.5kg bis 3kg zu angeln. Und es waren nicht mehr, weil ich nicht schneller den Köder wechseln konnte. In den letzten zwei Jahre habe ich etwas Zeit damit verbracht um zu versuchen grosse Exemplare zu fangen. Dieses mal waren die Ergebnisse wehsentlich besser. Gemeinsam mit meinen Freunden Abel und Jose haben wir viele Karpfen von über 8 Kilo geangelt und mindestens ein Dutzend von Fischen von über 10 kilo, die zwei grössten wogen 14.1kg und 18.7kg. Ich würde gerne betonen, dass diese Art von Karpfen nichts mit den mitteleuropäischen Karpfen zu tun hat. Bei den meisten handelt es sich um Wildkarpfen oder fast Wildkarpfen, es sind sehr lange und strake Exemplare. Für einige Angler mögen diese Gewichte lächerlich erscheinen, aber ich kann ihnen als Karpfenangler versichern, dass es genauso schwierig ist, diese Exemplare zu angeln als wo anders welche die über 25 Kilo wiegen.

Einige praktische Ratschläge um gute Ergebnisse zu erzielen:

•  Nur in den kälteren Monaten angeln, von November bis April. Die beste Jahreszeit ist von Dezember bis Ende März.

•  Nicht mit Partikeln anfüttern. Wenn wir das tun, machen wir es mindestens 100 Meter entfernt von unserem Angelplatz, als Ablenkunsmanöver, um die kleine Karpfen dorthin zu locken.

•  Am besten benutzen wir grosse Boilies von 30mm oder doppelte Boilies von 20mm. Wenn uns trotzdem die kleine Karpfen nicht in Ruhe lassen, bleibt uns nur noch die Möglichkeit mit grossen natürlichen Ködern zu angeln, wie ganze Amerikanische Krebse samt Zangen oder tote Fische von 25cm auf grund.

DIE STAUSEEN DES TURIA FLUSSES.

Zum Turia Fluss gehören viele Seen, aber nicht alle sind für das Carpfishing geeignet. Von allen habe ich eine kleine Auswahl getroffen, die meiner Meinung nach die besten sind. Der Fluss selbst sowie auch die Seen sind relativ einfach zu befischen. Es gibt sehr viele Karpfen bis zu 8 Kilo und bis zu 12 Kilo ist es relativ einfach einen zu angeln. Es gibt auch viele Mittelmeer Barben, die normalen Exemplare werden bis zu 2 Kilo schwer, aber nicht selten fängt man welche bis zu 4 Kilo.

DER BUSEO SEE

Im Landesinneren von Valencia befindet sich der Buseo See, der im Jahre 1912 fertiggestellt wurde. In der Vergangenheit wurde der als Speicher für die Bewässerung benutzt, aber nicht mehr seitdem ein Riss in der Staumauer ist. Er wird aus Sicherheitsgründen nur zwischen 40% - 60% der totalen Kapazität gehalten. Der Stausee ist mit Sicherheit in den letzten 50 Jahre niemals ausgetrocknet. Er wird hauptsächlich von dem Sot Fluss und in der Regenzeit auch von kleineren Bächen gespeist. Er hat eine maximale Kapazität von 7hm3 und eine Oberfläche von etwa 60ha. Ám besten kommt man dorthin über die Autobahn A-3 die von Valencia nach Madrid führt. Etwa 70 kilometer von Valencia ist die Kleinstadt Requena, auf der selben Höhe ist die Abfahrt CV-395 in Richtung des Dorfes namens Chera. Nach etwa 20 Kilometern kurvenreicher Landstrasse kommen wir ins Dorf Chera, und wir einfach durch. Etwa nach 1 km geht rechts ein Weg rein der uns direkt bis zum See führt. Die Karpfenbevölkerung ist gemischt, aber allgemein werden die Spiegelkarpfen grösser. Es gibt auch schöne Mittelmeer Barben bis zu 4 Kilo. Ich habe diesen See seit sehr vielen Jahren nicht mehr beangelt, damals ohne jegliche Erfahrung habe ich ohneweiteres Karpfen bis zu 8 kilo geangelt. Im Jahre 1998 habe ich von der Staumauer aus zwei sehr grosse Karpfen gesehen, die ruhig and der Oberfläche schwammen. Sie waren bestimmt 20 Kilo schwer, wenn nicht mehr. Am 25 Juni 2006 wurde meine Erwartung wahr, ich landete einen wunderschönen Spiegelkarpfen von 22.2kg. Dieser fang ist nicht nur mein persöhnlicher Rekord in der Provinz von Valencia, sonder der grösste je geangelte Karpfen der Provinz.

DER BENAGUEBER SEE

Der Stausee von Benagueber ist eine der wenigen guten Sachen die uns der Ex-Diktator Francisco Franco gemacht hat. Die Staumauer wurde im Jahre 1955 fertiggestellt und der See hat Fassungsvermögen von 221hm3 und eine Oberfläche von etwa 1208ha. Der See wird von den Flüssen Júcar und Regajo gespeist. Benagueber ist schon fast ein Bergsee, mit sehr sauberem und tiefem Wasser. Auf den ersten Blick sieht er eher aus wie ein idealer See für Hechte oder Barsche. Die Ufer sind zumeist sehr steil abfallend und tief, mit vielen versunkenen Bäumen. Es gibt nur wenige Uferbänke ohne versunkende Bäume und aus diesem Grund ist das Carpfishing dort sehr kompliziert. Es wird dort pracktisch gar nicht geangelt, trozdem macht gelegentlich ein Angler aus den umliegenden Dörfern Fänge von Karpfen bis zu 14 Kilo, als Köder benutzen sie gekochte Kartoffel. Der schnellste Weg dorthin führt über die Autobahn A-3 in Richtung Madrid. Auf der Höhe der Kleinstadt Utiel verlassen wir die Autobahn und nehmen die Landstrasse CV-390. Sie führt direkt bis zum See. Eine leicht zügängliche Stelle ist die von der Insel oder Halbinsel. Das kommt aber ganz auf den Wasserstand an. Zu dieser Stelle kommt man über den Wanderweg der zur Jugendherberge führt und von da aus kommt mann direkt zum See. Kurz bevor man am See angekommen ist, gibt es einen Forstweg der uns direkt zur Einmündung des Regajo Flusses bringt. Ist der Wasserspiegel hoch, ist dies ein sehr guter Angelplatz.

DIE STAUSEEN DES JUCAR FLUSSES

Trotz der Nähe zum Turia Fluss, sind der Jucar Fluss und seine Seen grundsätzlich ganz anders zu beangeln. Die Jucar Gewässer sind von extremer Schwierigkeit, die Fische sind sehr scheu, vorsichtig und praktisch nur nachts aktiv. Es gibt eine vielzahl von Karpfen und Barben, aber die grossen Exemplare findet man nur in ganz bestimmten Flussabschnitten. Im Fluss selbst ist es eher ungewöhnlich grosse Karpfen zu angeln, aber es gibt auch Ausnahmen. Mein Freund Abel Sosa zum Beispiel, der im Jannuar 2004 einen Schuppenkarpfen von fast 18 kilo geangelt hat.

 

 

Dieses Jahr in Juni, habe ich meinen persönlichen Jucar Rekord geschlagen mit einen Schuppi von 21.3kg.

 

 

 

DER TOUS SEE

Der Tous See liegt nur 70 Kilometer südlich von Valencia Stadt. Der See hat nur eine einzige Zufahrt, und zwar an die Zone der Staumauer. Um an die Staumauer zu gelangen, nehmen wir die Autobahn A-7 die von Valencia in Richtung nach Albacete führt. Auf der Höhe der Ortschaft Alberique fahren wir ab und dann fahren wir weiter auf der Bundestrasse CV-541 die uns bis zum Dorf Tous bringt. Wir durchqueren die Ortschaft und fahren auf der selben Strasse weiter bis wir an der Staumauer ankommen.Das Fassungsvermögen beträgt 340hm3 und die Oberfläche etwa 980ha. Es ist ein sehr langer und schmaler See, mit vielen steil abfallenden Wänden. Um an die geeigneten Angelplätze zu kommen, benötigt man ein Boot mit Elektrischen Motor. Das Gute an diesen Stellen ist, dass sie praktich jungfräulich und sehr abgelegen sind. Wir können hier ohne Probleme in aller Gemütlichkeiten aufbauen und campieren. Der Tous See war in den 70er Jahren das Mekka der Hechtangler, nicht selten wurden Exemplare von über 17 kilo geangelt. Am Nachmitag des 20. October 1982 brachten unglaubliche Regenmassen die alte Staumauer zum Platzten. Diese dramatische Geschichte wird immer in unseren Gedanken bleiben. Damals starben 9 Menschen und es gab 27.000 Obdachlose. 1991 wurde dann die neue Staumauer fertiggestellt, mit einer Höhe von 133 Metern und einer Länge von 1300 meter, damals die gröste Staumauer Spaniens. Der See wurde niemals ganze geleert., es blieb immer das Flussbecken und grosse Gruben voll, wo viele Fische überleben konnten. Abgesehen davon hat sich der See schnell erholt, heutzutage gibt es wieder sehr grosse Hechte. Es gibt auch viele andere Raubfische wie zum Beispiel Schwarze Barsche, Zander und Sonnenbarsche die zum Glück die Überbevölkerung der kleinen Karpfen auf natürliche Art und Weise regulieren. Trotz allem gibt es noch viele kleine Karpfen, aber man fängt auch immer regelmäsiger Karpfen zwischen 8 und 13 Kilo. Dank des sauberen und sauerstoffreichen Wassers sind die Fische extrem kräftig und kämpferisch. Letzten Sommer konnten meine Freunde Abel und Jose einen Karpfen beobachten der mit Sicherheit 120cm lang und bestimmt 25 kilo schwer war. Wenige Monate später angelten sie in der selben Zone einen langen und sehr muskulösen Schuppenkarpfen, der mit 98cm ein gewicht von 18.7kg hatte.

DER COFRENTES SEE

Der Cofrentes See wurde in Jahr 1952 gebaut, mit einem Gesammtfassungsvermögen von 11hm3 und eine Oberfläche von 255ha. Bei der Ortschaft Cofrentes münden die Flüsse Júcar un Gabriel ein und bilden so ein breites Delta bevor der Fluss danach wieder enger wird und seinen Namen ändert, als See von Cortes de Pallas. Um nach Cofrentes zu gelangen nimmt man die Autobahn von Valencia in Richtung Madrid und fährt bei der Ausfahrt Requena ab. Ab Requena geht es dann auf der Bundesstrasse N-330 in Richtung Almansa weiter. Diese Bundesstrasse führt uns dann 35 km nach Requena an der Ortschaft Cofrentes vorbei. Im Frühling sind die Stellen interessant wo die beiden Flüsse zusammen kommen. An dieser Stelle wird der See breit, wenig tief und mit viel Vegetation, dieser Ort kennt man alls Delta. An diese ganzen stellen gelangt man relativ einfach über verschieden Wege von der Ortschaft Cofrentes aus. Man fängt öfter mal einen Fisch zwischen 8 und 10 Kilo aber ab diesem Gewicht wird es dann schon komplizierter. Wie auch im übrigen Jucar scheint es das die Exeplare von 12 bis 16 kilo rar sind, und das es wahrscheinlicher ist einen von 18-20 Kilo zu angeln als die vorhin erwähnten mittleren Grössen. Speziell im Winter ist die Stelle des Jucars zwischen dem Atomkraftwerk und der Einmündung der beiden Flüsse interessant. Wegen der Abwärme des Atomkraftwerkes bleibt das Wasser in diesem Flussteil immer sehr warm, deshalb konzentriert sich das Angeln in der kalten Jahreszeit auf diesen Teil des Jucars weil die Karpfen dort aktiv bleiben. Man kommt ganz einfach dorthin, indem man durch das Dorf Cofrentes durchfährt und dann die Strasse nimmt die zum Atomkraftwerk führt. Nach dem Kraftwerk finden wir eine Strasse die eine ganze Weile lang am Fluss entlangführt. Die Ufer sind vom Schilf ziemlich zugewachsen und deshalb gibt es dort nur wenige Angelplätze. Das Angeln ist aber dort sehr aufregend denn abgesehen von der natürlichen Kraft dieser Karpfen nutzen sie ausserdem die Strömung des Flusses wenn sie versuchen zu fliehen.

 

Angelschein für Valencia

Medio Ambiente

C./Gregorio Gea,27

Tel: +00 34 96 386 60 00

Boot Erlaubnis für Valencia

Confederación Hidrográfica del Júcar

Paseo de Blasco Ibáñez, 48

46010 Valencia

Tel.: +00 34 96 369 62 00

 

 

 

Mehr Information zu den Thema finden Sie im CarpMirror Nº 1/2006